Volatilität: der größte Freund oder der größte Feind der Anleger

Volatilität verstehen als Anleger
Volatilität als Anleger verstehen und clever nutzen

Volatilität ist kein reines Risikosignal, sondern ein Preis für Chancen und Liquidität. Wer Volatilität versteht, steuert Verlustrisiko, schützt Liquidität und setzt eingesetztes Kapital so ein, dass Sie auch in Stressphasen gut schlafen.

Einleitung

Volatilität ist allgegenwärtig, doch viele Anleger nehmen sie erst wahr, wenn Kurse stark fallen oder stark steigen. Genau dann ist es meist zu spät für saubere Entscheidungen, weil Emotionen und Zeitdruck die Kontrolle übernehmen. Wer vorher versteht, wie Volatilität entsteht und wie sie sich über Assetklassen verteilt, kann sie gezielt nutzen.

In der Praxis entscheidet nicht die Volatilität eines einzelnen Investments über Erfolg oder Misserfolg. Entscheidend ist die Volatilität Ihres Gesamtportfolios und die Frage, ob sie zu Ihrem Alltag passt. Ein Portfolio kann statistisch sinnvoll wirken und dennoch scheitern, wenn es Ihre Liquidität überfordert.

Volatilität verstehen: Was sie misst und was nicht

Volatilität beschreibt die Schwankungsbreite von Renditen über eine bestimmte Zeit, meist gemessen als Standardabweichung.

Wichtig ist der Zeithorizont, weil Tagesbewegungen etwas anderes aussagen als Jahreswerte. Eine annualisierte Kennzahl wirkt präzise, kann aber trügerisch sein, wenn sich Marktregime ändern. Volatilität ist außerdem symmetrisch, denn sie unterscheidet nicht zwischen guten und schlechten Schwankungen.

Viele Anleger verwechseln Volatilität mit Verlustwahrscheinlichkeit, doch beides ist nur lose verbunden. Ein Asset kann geringe Volatilität haben und dennoch große Verluste erzeugen, etwa durch Klumpenrisiken oder illiquide Preisstellung. Umgekehrt kann ein Asset hohe Volatilität haben und langfristig solide wachsen, wenn Sie Zeit und Nerven mitbringen.

Volatilität ist damit eher ein Temperaturmesser als eine Diagnose. Sie zeigt, wie stark Märkte schwanken, aber nicht, warum sie schwanken. Für Ihre Entscheidung zählt deshalb immer der Kontext: Was treibt die Schwankung und wie reagieren Ihre Finanzen darauf.

Historische und implizite Volatilität: Zwei Welten, ein Begriff

Historische Volatilität misst, wie stark Kurse in der Vergangenheit schwankten, basierend auf realisierten Renditen. Implizite Volatilität ist eine Erwartung des Marktes, abgeleitet aus Optionspreisen.

Die implizite Volatilität ist deshalb keine Prognose im klassischen Sinne, sondern ein Preis für Unsicherheit. Wenn viele Marktteilnehmer Schutz kaufen, steigt dieser Preis, und damit steigt die implizite Kennzahl. Ein bekanntes Beispiel ist der VIX, der aus Optionen auf den S&P 500 abgeleitet wird und die erwartete Schwankung für etwa 30 Tage widerspiegelt.

Wenn Sie Volatilität steuern wollen, sollten Sie beide Blickwinkel kennen. Die Vergangenheit erklärt, was möglich ist. Die implizite Komponente zeigt, wie angespannt die Gegenwart bereits ist.

Volatilität, Verlustrisiko und Totalverlust: Wo die Gefahr wirklich sitzt

Volatilität ist nicht automatisch gleichbedeutend mit hohem Verlustrisiko, doch sie erhöht die Wahrscheinlichkeit ungünstiger Zeitpunkte. Besonders gefährlich wird es, wenn Schwankungen auf Zwang treffen, etwa durch Kredite, Nachschusspflichten oder knappe Liquidität. Dann wird aus Buchverlust schnell ein realer Verlust.

Ein separates Thema ist Totalverlust. Totalverlust entsteht selten aus Volatilität allein, sondern aus Strukturfehlern. Dazu gehören Insolvenz, Betrug, technische Ausfälle, regulatorische Eingriffe oder extreme Verschuldung. Bei einzelnen Kryptowährungen, illiquiden Beteiligungen oder hoch gehebelten Produkten ist dieses Risiko deutlich höher als bei breit gestreuten Märkten.

Für Ihre Steuerung ist deshalb die Unterscheidung zentral: Volatilität ist die Schwankung, Totalverlust ist die Existenzfrage. Wer beide in einen Topf wirft, trifft falsche Entscheidungen. Wer beide trennt, kann Risiken gezielter bepreisen und begrenzen.

Ein guter Grundsatz lautet: Hohe Volatilität verlangt breite Streuung und saubere Positionsgrößen. Totalverlust verlangt harte Regeln, was Sie überhaupt besitzen wollen.

Warum Volatilität Ihr Freund sein kann

Volatilität kann Ihr Freund sein, wenn Sie sie als Quelle von Preisfehlern und Rebalancing Chancen nutzen. Wenn ein Teil des Portfolios fällt und ein anderer stabil bleibt, können Sie mit Rebalancing günstig nachkaufen, ohne neues Geld einzahlen zu müssen. Das funktioniert nur, wenn die Assets nicht perfekt gleich laufen und wenn Sie diszipliniert bleiben.

Volatilität kann außerdem langfristige Rendite ermöglichen, weil Risiko in Märkten häufig vergütet wird. Wer nur Stabilität kauft, zahlt oft mit geringerer erwarteter Rendite. Das gilt besonders für Wachstumsassets wie Aktien, bei denen Schwankungen zum Geschäftsmodell gehören.

Auch für antizyklische Anleger kann Volatilität hilfreich sein, weil sie Einstiegspunkte schafft. Allerdings funktioniert das nur mit Plan, weil Bauchentscheidungen in Stressphasen meist falsch liegen. Wer eine feste Vorgehensweise hat, kauft eher dann, wenn andere verkaufen müssen.

Volatilität ist also nicht nur Lärm, sondern auch Mechanik. Sie bietet Chancen, wenn Sie Liquidität besitzen, Zeit haben und nicht gezwungen sind zu handeln.

Warum Volatilität Ihr Feind sein kann

Volatilität wird zum Feind, wenn sie Ihre Liquidität angreift und Sie zu falschen Handlungen zwingt. Das ist der häufigste Grund, warum gute Portfolios scheitern, obwohl die langfristige Erwartung stimmt. Wenn Sie in einem Drawdown verkaufen müssen, fixieren Sie Verluste und verpassen die Erholung.

Besonders kritisch ist das Zusammenspiel von Volatilität und Kredit. Kredite erzeugen feste Verpflichtungen, während Märkte schwanken, und diese Kombination ist in schlechten Phasen brutal. Auch ein Wertpapierkredit kann problematisch werden, weil fallende Kurse Sicherheiten reduzieren und Zwangsverkäufe auslösen können.

Volatilität kann zudem psychologisch zermürben, selbst wenn Sie finanziell stabil sind. Viele Anleger überschätzen ihre Risikotoleranz, bis die erste echte Stressphase kommt. Wer nicht gut schläft, trifft schlechtere Entscheidungen, und genau das verschlechtert die Rendite stärker als jede Kennzahl.

Ein weiterer Punkt ist Sequenzrisiko, also die Reihenfolge der Renditen. Hohe Volatilität zu Beginn einer Entnahmephase oder bei engem Zeithorizont kann langfristig schaden, obwohl der Durchschnitt passt. Deshalb zählt nicht nur Rendite, sondern auch der Weg dorthin.

Typische Volatilitätsprofile: Was Sie grob erwarten dürfen

Volatilität unterscheidet sich stark je nach Assetklasse, und das ist der Rohstoff für Diversifikation. Aktien großer Märkte bewegen sich oft moderat bis stark, je nach Konjunktur, Zinsen und Risikoappetit. Anleihen gelten als stabiler, können aber in Inflationsphasen ebenfalls stark schwanken.

Kryptowerte wie Bitcoin sind historisch deutlich volatiler als breite Aktienmärkte, was Chancen bringt, aber auch scharfe Drawdowns wahrscheinlicher macht.

Immobilien wirken im Alltag stabiler, weil Preise weniger häufig festgestellt werden. Das ist aber teilweise ein Statistik Effekt, weil Transaktionen seltener sind und Bewertungen träge reagieren. In echten Stressphasen kann Liquidität der Engpass sein, nicht der Preis.

Sachwerte wie Gold können stabilisieren, müssen es aber nicht in jeder Krise, weil Korrelationen je nach Umfeld wechseln. Studien zeigen, dass Gold nicht in jeder Phase ein verlässlicher sicherer Hafen ist und sich Eigenschaften über Zeiträume verändern können.

Kunst, Uhren und Sammlerstücke sind häufig wenig korreliert, aber illiquide und kostenintensiv, mit hoher Streuung zwischen einzelnen Objekten. Forschung deutet darauf hin, dass Kunstindizes teils geringe kurzfristige Korrelationen zeigen, langfristig jedoch stärker mitlaufen können.

Korrelationen sind nicht stabil: Das unterschätzte Portfolio Risiko

Viele Portfolios basieren auf der Idee, dass bestimmte Bausteine gegenläufig laufen, etwa Aktien und Anleihen. Das hat historisch oft geholfen, ist aber kein Naturgesetz. In Phasen steigender Inflation und Zinsen kann die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen positiver werden, wodurch die Schutzwirkung sinkt.

Das ist für Anleger entscheidend, weil es erklärt, warum klassische Mischportfolios manchmal gleichzeitig fallen. In solchen Phasen ist nicht Diversifikation falsch, sondern die Annahme, dass der Schutz automatisch funktioniert. Korrelationen sind regimesensitiv, und Regimewechsel kommen oft abrupt.

Auch in Stressphasen können Korrelationen steigen, weil Liquidität gesucht wird und viele Positionen gleichzeitig abgebaut werden. Dann wirkt es so, als würden alle Assets gleich laufen, obwohl sie langfristig unterschiedlich sind. Wer das einplant, baut mehr Puffer und weniger Illusion.

Die praktische Konsequenz lautet: Diversifikation braucht mehrere unabhängige Quellen. Ein Portfolio aus nur zwei Risikofaktoren kann in manchen Jahren sehr gut aussehen und in einem Regimewechsel dennoch enttäuschen.

Assets, die sich oft unabhängig entwickeln: Ein pragmatisches Raster

Für Ihr Portfolio zählt nicht, ob ein Asset in jedem Monat gegenläufig ist. Entscheidend ist, ob es über den relevanten Zeitraum eine andere Risikologik hat. Daraus ergeben sich typische Bausteine, die sich häufig ergänzen, auch wenn es Ausnahmen gibt.

Wachstumsorientierte Assets sind meist Aktien und teilweise Immobilien, weil sie vom Wirtschaftswachstum und von Gewinnentwicklung profitieren. Inflationssensitiv sind oft Sachwerte und Rohstoffe, wobei die Wirkung je nach Segment unterschiedlich ausfällt. Deflationssensitiv und stabilisierend wirken häufig hochwertige Staatsanleihen, allerdings abhängig vom Zinsniveau und vom Inflationsregime.

Krypto kann als eigenständiger Risikofaktor wirken, oft mit hoher Volatilität und eigenem Narrativ. Der Preis dafür ist ein höheres Verlustrisiko, besonders bei konzentrierten Positionen oder bei Projektrisiken. Alternative Sachwerte wie Uhren oder Kunst können unabhängig wirken, sind aber illiquide und stark idiosynkratisch.

Cash und kurzfristige Geldmarktnähe liefern selten Renditewunder, aber sie liefern Handlungsfreiheit. Liquidität ist der Baustein, der es Ihnen erlaubt, Volatilität zu nutzen, statt von ihr genutzt zu werden.

AssetTypische Korrelation zu AktienTypische Korrelation zu AnleihenKommentar zur Kombination
Aktien (global)hoch positivwechselnd, oft niedrig bis negativ, in Inflationsschocks teils positivKernbaustein für Wachstum, braucht Puffer gegen Drawdowns
Staatsanleihen hohe Qualitätwechselnd, oft niedrig bis negativhoch positivStabilitätsbaustein, schützt nicht zuverlässig bei Inflation und Zinsanstieg
Unternehmensanleihen Investment GradepositivpositivLäuft oft mit Risikoassets, daher weniger Krisenschutz als Staatsanleihen
High Yield Anleihendeutlich positivpositivÄhnelt Aktienrisiko, eignet sich eher als Renditebeimischung
Goldniedrig bis leicht negativniedrig bis leicht positivDiversifikator, Wirkung hängt vom Regime und Realzinsen ab
Rohstoffe breitwechselndeher negativ bis niedrigKann Inflationsphasen helfen, schwankt stark und ist zyklisch
Immobilien indirekt (REITs)positivwechselndOft aktienähnlich plus Zinsrisiko, daher nicht automatisch stabil
Immobilien direktschwer messbar, oft niedrig bis positivschwer messbarIlliquide, Bewertung träge, Liquidität ist der Engpass im Stress
Kryptowährungenwechselnd, in Risk on Phasen oft positivmeist niedrig bis negativHohe Volatilität, nur klein gewichten und Totalverlust Risiken beachten
Cash Geldmarktniedrigniedrig bis positivVolatilitätsbremse und Liquiditätsquelle für Rebalancing
Kunst Uhren Sammlerstückeschwer messbar, oft niedrigschwer messbarIlliquide und objektabhängig, Diversifikation nur mit Expertise und Reserve

Portfolio Kombinationen: So bauen Sie robuste Mischungen

Eine gute Kombination entsteht nicht aus einem perfekten Korrelationswert, sondern aus klaren Rollen im Portfolio. Jede Position sollte eine Funktion erfüllen, sonst wird sie zur Wette. Rollen sind zum Beispiel Wachstum, Stabilisierung, Inflationsschutz und Liquiditätsreserve. Wenn Sie diese Rollen sauber trennen, wird Ihr Portfolio verständlicher und Sie handeln konsistenter.

Im nächsten Schritt geht es darum, wie Sie die Bausteine verbinden, ohne sich in Details zu verlieren. Die folgenden Kombinationen sind keine Anlageberatung, sondern ein Strukturprinzip, das Sie auf Ihre Situation übertragen können. Achten Sie dabei auf Ihre Liquidität, Ihre Verpflichtungen und darauf, wie viel Volatilität Sie wirklich aushalten.

Damit diese Kombinationen wirken, brauchen Sie einen klaren Mechanismus, der in guten und schlechten Phasen gleich bleibt. Rebalancing Regeln, feste Obergrenzen für volatile Bausteine und eine Liquiditätsreserve sind die eigentlichen Stabilitätsanker. Ohne diese Elemente bleibt Diversifikation ein Konzept, das im Ernstfall nicht umgesetzt wird.

Kredite und Volatilität: Wann Fremdkapital das Risiko kippt

Kredite erhöhen nicht nur die Renditechance, sie erhöhen vor allem die Fragilität gegenüber Schwankungen. Wenn Sie Kreditraten zahlen müssen, verliert Volatilität ihren freundlichen Charakter, weil Zeit und Geduld eingeschränkt werden. Die Rendite kann langfristig stimmen, doch die Zwischenphasen können Sie zum Ausstieg zwingen.

Sinnvoll kann Fremdkapital sein, wenn ein planbarer Cashflow entsteht, etwa bei konservativ kalkulierten Immobilien oder bei unternehmerischen Investitionen. Dann trägt nicht der Markt die Rate, sondern ein laufender Ertrag oder ein sehr stabiler Überschuss. Gefährlich ist Fremdkapital bei Assets ohne Cashflow, besonders bei hoher Volatilität.

Auch psychologisch wirkt Kredit wie ein Stressmultiplikator, weil Verluste nicht nur Zahlen sind, sondern Verpflichtungen berühren. Wenn Sie gut schlafen wollen, sollten Sie Kredit nur einsetzen, wenn Ihr Puffer groß ist und Ihr Szenario auch einen längeren Drawdown überlebt.

Ein einfacher Test hilft: Wenn Ihr Portfolio ein Jahr lang seitwärts läuft oder fällt, und Sie trotzdem bequem zahlen, ist die Konstruktion eher tragfähig. Wenn das schon rechnerisch eng wird, ist es meist zu aggressiv.

Liquidität als Sicherheitsnetz: Der unterschätzte Renditetreiber

Liquidität wirkt auf den ersten Blick unattraktiv, weil sie in guten Marktphasen hinterherhinkt. In Stressphasen wird sie jedoch zum besten Asset, weil sie Ihnen Optionen gibt. Optionen sind in der Praxis oft wertvoller als eine theoretische Rendite.

Liquidität reduziert Verlustrisiko, weil sie Zwangsverkäufe verhindert. Sie ermöglicht Rebalancing, weil Sie nach Rückgängen nachkaufen können. Und sie schützt Ihr Leben außerhalb der Märkte, weil unerwartete Ausgaben nicht zur Portfolio Katastrophe werden.

Gerade bei illiquiden Assets wie Immobilien, Kunst oder Uhren ist Liquidität besonders wichtig. Diese Assets können wertvoll sein, aber sie sind langsam, teuer zu verkaufen und häufig stark objektabhängig. Wenn Sie dort engagiert sind, sollte Ihre Liquidität eher höher sein, nicht niedriger.

Wenn Sie Liquidität als Funktion definieren, nicht als Renditebremse, werden Entscheidungen klarer. Dann ist Cash nicht untätig, sondern eine strategische Reserve.

### Was ist Volatilität und warum ist sie für Anleger so wichtig?

Volatilität ist die messbare Schwankung von Renditen und damit ein Hinweis auf die Bandbreite möglicher Ergebnisse. Sie ist wichtig, weil sie bestimmt, wie groß Zwischenverluste ausfallen können und wie stark Ihr Portfolio emotional belastet. Wer Volatilität unterschätzt, setzt oft zu viel eingesetztes Kapital in zu wenige Risikofaktoren.

Für Anleger ist Volatilität außerdem relevant, weil sie direkt mit dem Timing Problem zusammenhängt. Hohe Volatilität erzeugt mehr extreme Tage und Monate, und genau diese Phasen entscheiden oft über Verhalten. Wer dann verkauft, macht Volatilität zum Feind.

Wenn Sie Volatilität dagegen einplanen, wird sie kalkulierbar. Sie passen Positionsgrößen an, halten Liquidität und definieren Regeln. Dann ist Volatilität eher ein Begleiter als ein Gegner.

### Wie viel Volatilität ist sinnvoll, wenn Sie gut schlafen wollen?

Sinnvoll ist nur die Volatilität, die Sie finanziell und mental aushalten, ohne Ihr Konzept zu zerstören. Das ist keine moralische Frage, sondern eine Frage Ihrer Verpflichtungen, Ihrer Rücklagen und Ihrer Lebensphase. Ein Portfolio für Vermögensaufbau kann mehr Schwankung tragen als ein Portfolio, aus dem regelmäßig entnommen wird.

Praktisch hilft ein Stresscheck mit Drawdowns. Fragen Sie sich, ob Sie einen Rückgang von 20, 30 oder 50 Prozent aussitzen können, ohne verkaufen zu müssen. Bei Krypto kann diese Bandbreite noch höher liegen, was Sie bei der Gewichtung berücksichtigen sollten. fidelitydigitalassets.com+1

Wenn Sie bei der Vorstellung unruhig werden, ist die Position zu groß. Reduktion ist dann kein Verzicht, sondern Risikosteuerung. Gut schlafen ist ein Renditefaktor, weil es Disziplin schützt.

### Welche Assets helfen gegenläufig oder unabhängig, und wie kombiniert man sie?

Gegenläufige Effekte entstehen oft, wenn Assets auf unterschiedliche Makrofaktoren reagieren. Aktien reagieren stark auf Wachstum und Gewinne, Anleihen reagieren stark auf Zinsen und Inflationserwartungen. In manchen Regimen sind sie hilfreich diversifiziert, in anderen laufen sie gemeinsam, was Sie einplanen sollten. Bank for International Settlements+1

Sachwerte wie Gold können diversifizieren, aber die Wirkung ist nicht konstant und kann in Krisenphasen schwanken. ScienceDirect+1

Alternative Assets wie Kunst können kurzfristig weniger korreliert wirken, sind aber illiquide und langfristig nicht völlig entkoppelt. ScienceDirect+1

Eine sinnvolle Kombination entsteht, wenn Sie mehrere Risikotreiber mischen und Liquidität ergänzen. Ein robustes Grundgerüst besteht oft aus breit gestreuten Aktien, einem Stabilitätsbaustein, einem Inflationsbaustein und einer Liquiditätsreserve. Krypto, Kunst oder Uhren gehören dann nur als kleine Satelliten dazu, wenn Sie das Risiko bewusst tragen.

### Wie begrenzen Sie Verlustrisiko, ohne Rendite zu opfern?

Sie begrenzen Verlustrisiko, indem Sie nicht zuerst nach Rendite suchen, sondern nach Überlebensfähigkeit in schlechten Phasen. Überlebensfähigkeit entsteht durch Streuung, Positionsgrößen und Liquidität. Rendite entsteht dann oft als Nebenprodukt von Disziplin.

Ein wirksamer Hebel ist Volatilitätsbudgetierung, bei der Sie riskantere Bausteine kleiner gewichten und stabilere größer. Ein weiterer Hebel ist Rebalancing, weil Sie systematisch Gewinne mitnehmen und Rückgänge kaufen, ohne Timing zu spielen. Entscheidend ist, dass Sie diese Regeln in ruhigen Zeiten festlegen.

Auch die Begrenzung von Totalverlust Risiken ist zentral. Das erreichen Sie durch Vermeidung von Konzentration, durch Verzicht auf Nachschusspflichten und durch klare Obergrenzen für spekulative Segmente. Wer den Ruin ausschließt, braucht weniger perfekte Treffer.

Wie passt Volatilität zu Kryptowährungen, wenn Totalverlust möglich ist?

Bei Kryptowährungen ist die Bandbreite der Risiken groß, und die Volatilität ist oft deutlich höher als bei klassischen Assets.

Damit steigt das Verlustrisiko vor allem dann, wenn Sie zu viel eingesetztes Kapital in wenige Positionen legen oder wenn Sie Kredit nutzen. Totalverlust ist weniger eine Bitcoin Frage als eine Projektfrage, weil einzelne Token, Plattformen oder Konstrukte scheitern können. Deshalb ist die Struktur wichtiger als die Story.

Wenn Sie Krypto nutzen wollen, ist die robusteste Vorgehensweise meist eine sehr kleine Gewichtung im Gesamtportfolio. Dazu kommt eine klare Regel, wann Sie Gewinne sichern und wann Sie nicht nachkaufen. Ohne Regeln wird Volatilität zum Feind, weil sie Sie emotional steuert.

Krypto kann als Satellit sinnvoll sein, wenn der Rest Ihres Portfolios stabil ist und Ihre Liquidität stark bleibt. Dann kann hohe Volatilität eine Chance sein, ohne Ihre Existenz zu belasten.

Steuerungswerkzeuge, die wirklich funktionieren

Viele Werkzeuge klingen anspruchsvoll, doch die wirksamen sind oft schlicht und konsequent. Positionsgrößen sind das wichtigste Instrument, weil sie Ihr Verlustrisiko direkt begrenzen. Ein kleines Risiko fühlt sich banal an, verhindert aber die großen Fehler.

Rebalancing ist das zweite Kernwerkzeug, weil es systematisch gegen den Herdentrieb arbeitet. Es zwingt Sie, Gewinner zu reduzieren und Verlierer aufzubauen, sofern die Rolle im Portfolio intakt ist. Damit erzeugen Sie eine disziplinierte Gegenbewegung zu Volatilität.

Das dritte Werkzeug ist Ihre Liquiditätspolitik. Wer Liquidität als feste Quote oder als Mindestpuffer definiert, nimmt dem Markt die Macht über den Alltag. Genau das schützt die Fähigkeit, langfristig investiert zu bleiben.

Fazit

Volatilität ist weder gut noch schlecht, sie ist die sichtbare Form von Unsicherheit und Chancen. Ihr Freund wird sie, wenn Sie Liquidität halten, Positionsgrößen beherrschen und mehrere unabhängige Bausteine kombinieren. Ihr Feind wird sie, wenn Kredite, Nachschusspflichten oder enge Budgets Sie zum Handeln zwingen.

Robuste Portfolios entstehen nicht aus perfekten Korrelationen, sondern aus klaren Rollen und realistischen Stressannahmen. Aktien, Anleihen, Sachwerte, Immobilien und ausgewählte Alternativen können sich ergänzen, doch Regimewechsel sind real und müssen eingeplant werden. Gerade deshalb braucht es Reserven, Regeln und Grenzen für spekulative Segmente wie Kryptowährungen.

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